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Kirche des Hl. Antonius von Padua

kirche / architektur / audioguide

Funktioniert: das ganze jahr über

Die schmale Kirche im neogotischen Stil, gebaut aus roten Ziegeln steht in Birštonas seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Kirche ist klein und von harmonischer Form. Die Architektur ist das Werk des bekannten Kirchenarchitekten Vaclovas Michnevičius. 

Den historischen Quellen nach ist die Antonius-von-Padua-Kirche die vierte Kirche in Birštonas. Die erste Kirche stand wahrscheinlich schon im Jahr 1529, ging aber zugrunde, da die Herrscher der Residenz keine gläubigen Katholiken waren. Als Birštonas zu den gläubigen Katholiken, Adler des ungarischen Ursprungs Kaspar Horvat und seine Frau Katharina Užali, wechselte, unterschrieb im Jahr 1609 der König Sigismund III.Wasa die Stiftung für den Bau der neuen Kirche. Diese Kirche ging aber während des Russisch-Schwedischen Krieges im Jahr 1655 ebenfalls zugrunde. Die dritte Kirche, die Namen des heiligen Thaddäus trug, wurde im Jahr 1787 auf dem heutigen Basanavičius-Platz gebaut. Diese Kirche wurde bis Ende des 19. Jahrhunderts genutzt. Im Jahr 1899, als der Priester Albertas Urbša als Pfarrer in diese Kirche kam, wurde mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen. Es wurde ein Bauausschuss gegründet, Spenden für den Bau der Kirche gesammelt und Wohltätigkeitskonzerte für Urlauber organisiert. Nach dem Tod des Pfarrers Albertas Urbša übernahm im Jahr 1904 der Priester Jonas Karvelis die Arbeiten. Der Baufortschritt ging zügig voran, da man speziell für diesen Bau in Birštonas eine Ziegelfabrik gebaut hatte. Im Jahr 1909 wurde die Kirche endlich fertig gestellt und geweiht. Der Kirche wurde der Namen des heiligen Antonius-von-Padua gegeben.

Der Kircheninnenraum ist mit hölzernen Altären eines der berühmtesten Meisters dieser Zeit, Adomas Karalius, dekoriert. Im linken Kirchenschiff können Sie das Bild des heiligen Josef sehen. Dieses Bild schmückte die alte Kirche im 17. bis 18. Jahrhundert. Das Bild hat Nikodemas Silvanavičius gemalt. Zwei andere Bilder von Nikodemas Silvanavičius sind restauriert und werden im sakralen Museum Birštonas gelagert. Die eindrucksvollen Glasmalereien wurden im Jahr 1987 von Vytautas Švarlys und Andrius Giedrimas anlässlich der 600-Jahr-Feier der Taufe Litauens geschaffen. Die beiden Künstler mussten heimlich in Garagen arbeiten, damit die ehemalige sowjetische Regierung nichts über diese Glasmalereien erfahren konnte.

Am bequemsten ist die Antonius-von-Padua-Kirche mit dem Auto zu erreichen. Der Parkplatz ist in unmittelbarer Nähe. Die Kirche ist aber auch leicht zu Fuß oder mit Fahrrad innerhalb Birštonas zu erreichen.

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