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Die kleine Schleife der Nemunas

Kurz über die Route
4 h.
6 km
Objekte: 5
Deckschicht
100%

Der durch Südlitauen fließende Nemunas zeichnet sich durch den Verlauf entlang der großen Schleifen aus. Das Ufer ist im Mittellauf auch sehr waldig, sodass es nicht verwunderlich ist, dass viele Touristen hierher kommen, um die harmonische Komposition aus Wald und Wasser zu genießen. Um die einzigartige Landschaft des Nemunas zu bewahren, wurde der Regionalpark Schleifen des Nemunas begründet.

An den Schleifen des Nemunas können auch Sie sich erfreuen, wenn Sie mit der Strömung von Birštonas bis zu den berühmten Konglomerat-Felsen des „Ziegenofens“ fahren. Auf dem rechten Nemunasufer wandelt sich allmählich das Panorama des Kurortes Birštonas, vor Ihren Augen erscheint der Kirchturm der neogotischen, die Kurgebäude.

Wenn Sie mit dem Schiff fahren, können Sie die Uferansichten genießen.

Beim Vorbeifahren sehen Sie den und die aus hellem, rötlichen Granit errichtete (Bildhauer Gediminas Jokūbonis, 1998). Dahinter ragt der Burghügel von Birštonas auf, der auch genannt wird. Seit 1928 bis zum Bau des Staudamms in Kaunas 1959 stand hier die Skulptur eines kleinen Wals, aus der Mineralwasser sprudelte. Die Skulptur stellte die Mineralwasserquelle „Vytautas“ dar. Mit dem Aufstauen des Nemunas wurde diese Skulptur jedoch überflutet. Der Wal versank im Nemunas am Fuß des Vytautasbergs. Dieses Symbol von Birštonas wurde aber im Wappen des Kurortes (Autor A. Každailis) wiedergeboren, ein mythologischer Wal, dem aus dem Rücken eine Mineralwasserfontäne sprudelt, vor blauem Hintergrund.

Wenn das Schiff weiter in die Schleifen des Nemunas fährt, nimmt allmählich Wald den Platz der urbanisierten Ufer ein, teilweise auf Steilufern. In die Landschaft des Druskai-Walds (Alksniakiemis-Wald) fügt sich der Erinnerungspfad ein, ein Ensemble volkskünstlerischer Holzskulpturen. 1998 wurden von Volkskünstlern 11 Skulpturen aus Eiche angefertigt und damit der Erinnerungspfad zu Ehren der Opfer von Okkupation und Verbannung begründet. Hier kann man die traditionelle Variante des Christus auf der Rast mit dem Eichkranz finden, Kreuze und Stabkapellen, Themen der alten Landwirtschaft wie den Sämann, den Schnitter, den Drescher, den Brotbäcker, aber auch Themen des katholischen Glaubens wie Jungfrau Maria oder die Pieta. Manche Skulpturen sind mit eisernen Sonnen verziert.

Das von Wald umgebene Flussbett trägt das Schiff weiter bis zur Mündung der Verknė. An der Mündung dieses rechten Nebenflusses eröffnet sich dem Blick ein Fels aus Konglomerat, der „Ziegenofen“ genant wird. Dabei handelt sich um einen 6 m hohen Felsen, der aus ziemlich fest zusammengepresstem Sand, Kies und Geröll besteht. Mit der Verwitterung des Gesteins entstehen viele Vertiefungen und Nischen, weswegen der Fels jetzt wie riesige Bienenwaben oder wie eine Burgruine aussieht. Von alters her wird dieser Ort als Ziegenofen bezeichnet, denn hier pflegten die Rehe herumzuklettern, die regional Ziegen und Böcke genannt werden. Früher hielten hier auch die Holzflößer an, und daher ist der Platz auch als „Taufplatz“ für neue Flößer bekannt. Die Flöße am Ufer vertaut, wurden die neuen Flößer, die erstmals mitfuhren im Flüsschen Verknė gebadet.

Nach der Besichtigung dieses als geologisches Naturdenkmal geschützten Steilufers kehren Sie mit dem Schiff zurück zur Anlegestelle in Birštonas. Bleiben Sie ruhig etwas länger im Kurort der Mineralquellen, um Körper und Geist zu erholen.

< 10 min.
1.7 km
< 10 min.
970 m
< 10 min.
3 km
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