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WANDERWEGE

 Naturerlebnispfad von Škėvoniai (Länge 1,6 km)

Der Weg schlängelt sich durch den vor 12 000 Jahren entstandenen Hügel von Birštonas und den Bergrücken von Škėvoniai, die in einem geomorphologischen Naturschutzgebiet liegen. Der Bergrücken ist eine "Festlandsinsel" und der Hügel ist eine Erhebung auf dieser Insel, der in seiner Form an eine Halbinsel erinnert.
Vom Restaurant "Birštono seklytelė" (Richtung Stadt Prienai) aus erstreckt sich der fast 3 km lange einzigartige Bergrücken von Škėvoniai. An seiner engsten Stelle ist er etwa 100 Meter und an seiner größten Ausdehnung breiter als 400 Meter. Der Bergrücken ist durch ein interessantes Ökosystem gekennzeichnet, in dem eine Vielzahl interessanter und seltener Pflanzen zu finden ist. Auf der sonnengewandten Seite des Hügels ist Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata) beheimatet, der in Litauen, als von Aussterben bedrohte Pflanze geschützt wird. Auf den lichten Wiesen des Flusses Nemunas leben sehr seltenen Arten der Steppenschmetterlinge wie veränderliche Rotwidderchen, das beringte Kronwickenwidderchen (Zygaena ephialtes) sowie ungeringtes Kronwickenwidderchen (Zygaena angelicae) und der silbergrüne Bläuling (Polyommates coridon).
An der Stelle, an der das Stromwasser des Nemunas die Hügelböschung umspülte, ist eine 33 Meter hohe und mehr als einen halben Kilometer lange offene Abbruchkante entstanden. Die Abbruchkante von Škėvoniai steht auf der Liste der wertvollsten geologischen Objekten westlichen Nordosteuropas. In ihr sind die Erdschichtungen der letzten zwei Eis- und Zwischeneiszeiten in sehenswerter Weise deutlich zu erkennen. Am besten ist dieser geologische Aufschluss, während einer Flussfahrt, oder von Erholungsstätte Giraitiškės, die an anderem Ufer des Flusses liegt, zu bewundern. Auf der Abbruchskante der Hügelböschung selbst ist auch ein Beobachtungspunkt eingerichtet worden, der eine wunderschöne Aussicht auf den Fluss Nemunas und sein tief liegendes Tal eröffnet.

Naturerlebnispfad von Velniabliūdis (Länge 1,5 km)Natur-Erkenntnispfad von Velniabliūdis

Auf dem Naturpfad von Velniabliūdis (Teufelsschüssel) können die verschiedenen Ökosysteme des Waldes und des Sumpfes sowie ihrer Flora und Fauna hervorragend erforscht werden. Allerdings sollte man diesen Weg nur mit einem Führer gehen. Der geheimnisvollste Ort, der auf diesem Weg liegt, ist Velniabliūdis. Es ist das einzige Hochmoor auf der Prienauen Schleife. Dieses Hochmoor ist wie eine Schüssel geformt und ist mit einer dicken Torfschicht gefüllt, in der sich das Regen- und Schmelzwasser sammelt. Die wichtigste Pflanze des Hochmoores ist das Torfmoos. Diese Moosart hat keine Wurzel, sondern das untere Teil stirbt stets ab und bildet den Nährboden für den lebendigen Teil des Mooses. Im Laufe der Zeit wachst daher das Moos ständig in die Höhe und es entsteht der Torf, welcher für die Heilbäder den Kurorten von Birstonas benutz wurde. Mit dem Eiliegen der Torfgewinnung, begann der natürliche Prozess der Moorregeneration. Die üblichen Pflanzenarten des Moores sind Wollgräser, Sumpfporst, Moosbeeren, Rosmarinheide und Sonnentau. Im Moor von Velniabliūdis sind Waldeidechsen und Kreuzotter beheimatet. Ebenfalls kann man hier die Schafstelze, den Großen Brachvogel und die Dorngrasmücke beobachten und ihren Gesang lauschen.

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